Leinen wird aus der Flachspflanze gewonnen, die wie Getreide
angebaut wird.
Die Stengel der Flachspflanze werden ca. 100 cm hoch und enthalten
die Flachsfasern, die sich bündelweise unter der Rinde des
Stengels befinden.
Die Flachsbündel bestehen aus vielen durch Pflanzenleim
miteinander verbundene Einzelfasern.
Leinenfasern bestehen zu 70% aus Zellulose, der Rest ist Pflan-
zenleim.
Beide Teile verleihen den Fasern Steifheit, Glanz und Festigkeit.
Charakteristisch sind die sichtbaren Faserverdickungen.
Reines Leinen erkennen Sie am Griff und an den effektvollen
Garnverdickungen in beiden Geweberichtungen.
Halbleinen z.B. 40% Leinen/60% Baumwolle erkennen Sie an
den Garnverdickungen in nur einer Geweberichtung.
Durch den Baumwollanteil wird das Gewebe weicher,ge-
geschmeidiger und ist letztendlich auch leichter als reines
Leinen.
Leinen glänzt dezent, dies tritt besonder bei festlicher
Tafelwäsche in Erscheinung.
Leinen ist haltbar, was eine lange Lebensdauer mit sich bringt.
Das Leinengewebe ist wenig schmutzanfällig. Das kommt durch
die glatte Faseroberfläche.
Leinen ist grundsätzlich bis 60° und höher waschbar. Sie
sollten aber die Pflegehinweise der Pflegeetiketten beachten,
insbesonders bei eingefärbtem Leinen.
Leinentischwäsche oder Tischwäsche aus Halbleinen eignet
sich in besonderer Weise für die festliche Tischdekoration.
Achten Sie bitte darauf, dass die Tischwäsche in trockenen
Räumen gelagert wird. Das Leinengewebe kann hohen
Anteil an Luftfeuchtigkeit aufnehmen. Durch Feuchtigkeit
kann es bei längerer Aufbewahrung zu Stockflecken kommen.